Wer später einmal einen gut bezahlten Beruf als Anwalt haben will, der muss gut in der Schule aufpassen und sich in der Uni ordentlich anstrengen. Denn einfach ist das Studium der Rechtswissenschaft nicht und nicht jeder, der es anfängt, hält es auch bis zum Ende durch. Anders als bei Fächern wie Betriebswirtschaftslehre oder Physik geht es beim Jurastudium vor allem um das erste und das zweite Staatsexamen. Zwar gibt es noch weitere Prüfungen, die beiden Staatsexamen sind jedoch die wichtigsten Prüfungen im Studium und entscheiden zumeist, ob man als Prädikatsstudent den Aufstieg zum Richter schaffen kann oder nicht. Auch wenn es offiziell 18 Punkte zu vergeben gibt, schaffen nur die wenigsten 9 Punkte und mehr. Wer daher ein Prädikatsexamen schafft, der zeigt, dass er das Zeug zum Rechtsexperten hat und kann sich Ruhm und Anerkennung sicher sein. Wer jedoch das erste Staatsexamen nicht geschafft hat, der kann sich nicht mit einem Titel schmücken und hat möglicherweise mehrere Jahre umsonst studiert. Dies klingt nach einem harten Prozess, stellt aber auch sicher, dass die, die es schaffen, hochqualifiziert sind. So ist sichergestellt, dass Anwälte auf ihrem Gebiet Experten sind und man sich ihrer Qualifikation sicher sein kann.

An der Universität

Das Jurastudium kann an vielen verschiedenen Universitäten wahrgenommen werden. Da die Staatsexamen für jeden Studenten – egal von welcher Uni – gleich sind, spielt die Auswahl eine weniger wichtige Rolle als bei anderen Studiengängen. Jedoch kann es vom Vorteil sein, eine Universität zu wählen, die eine gute Reputation hat, ihre Studenten solide auszubilden und auf die so wichtigen Prüfungen vorzubereiten. Jedoch ist eine gute Uni noch lange kein Garant für ein gelungenes Staatsexamen. Vielmehr benötigt die Ausbildung zum Anwalt eiserne Disziplin und ein langes Durchhaltevermögen. Wer jedoch das erste oder zweite Staatsexamen mit Bravour besteht, der kann sich sicher sein, am Ende einen guten Job zu erhalten.